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Beklemmend gegenwärtig: Christfried Schmidts »Markuspassion« mit mehr als 40jähriger Verspätung in Berlin uraufgeführt
Von Florian Neuner
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Maurizio Gambarini dpa/lbn
Ort des göttlichen Geschehens aus Sicht einer Pfütze: Berliner Gethsemanekirche
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Alle Jahre wieder werden die Bach-Passionen zur Aufführung gebracht. Manche Ensembles brechen Lanzen für abseitiges Barock-Repertoire. Wirklich neue kirchenmusikalische Impulse aber gibt es selten bis nie. Um so mehr lässt nun eine mehr als 40 Jahre verspätete Uraufführung am Karfreitag in der Berliner Gethsemanekirche aufmerken. Dass hinter der Entdeckung die Sing-Akademie zu Berlin mit ihrem Leiter Kai-Uwe Jirka und dem Dramaturgen Christian Filips steht, hat indes eine gewisse Folgerichtigkeit – war es doch diese Institution, die 1829 unter Felix Mendelssohn-Bartholdy J. S. Bachs damals vergessene »Matthäus-­Passion« ausgrub. Die oft vorschnell als zu schwierig abgetane Musik Christfried Schmidts hat sich einmal mehr als durchaus praxistauglich erwiesen, mehr noch: Der vertraute Stoff der Leidensgeschichte Christi, mit kompromisslos modernen Mitteln gestaltet, ist dazu geeignet, auch ein Publikum zu erreichen, das nicht nach Donaueschingen pilgert. Die enthusiastischen Ovationen unterstrichen das.

Der 1932 geborene Christfried Schmidt wird den Ruf des ewigen Außenseiters wohl nicht mehr los. Nachdem wachsende Anerkennung in den achtziger Jahren in der DDR zu einer Reihe von Aufführungen und Aufträgen geführt hatte, ging es nach 1990 wieder bergab. Aber gleichgültig, ob Aufführungsmöglichkeiten gerade in Reichweite lagen oder nicht: Unbeirrt komponierte Schmidt für große und größte Apparate – Solokonzerte, sogenannte Orchestermusiken und oratorische Werke. In einer Zeit, in der kaum ein Komponist auch nur zum Stift greift, ehe ein Kompositionsauftrag vorliegt, mag das als Anachronismus erscheinen, wenn nicht als Provokation. Christfried Schmidt wusste immer genau, was er wollte. In der Abgeschiedenheit des Harzes fand er in den sechziger und siebziger Jahren zu seiner ganz eigentümlichen Tonsprache, die der Musikwissenschaftler Frank Schneider als »Spätexpressionismus« charakterisierte, und die Reihentechnik und Aleatorik ebenso integriert wie postmodern anmutende Collage­verfahren.

Schmidt ist aber auch tief verbunden mit der protestantischen kirchenmusikalischen Tradition. Dass sein »Psalm 21« nach einem Text von Ernesto Cardenal 1971 in Nürnberg ausgezeichnet und uraufgeführt wurde, mag ihn zur »Markus­passion« ermutigt haben. Nimmt der Text Cardenals direkt Bezug auf harte, politische Konfrontationen – »Panzerwagen umgeben mich, Maschinengewehre zielen auf mich« –, so wird die beklemmende Gegenwärtigkeit in der Passion ohne aktualisierende Texte verdeutlicht. Die einzelnen Abschnitte tragen Titel wie »Verspottung, Verurteilung, Folter« oder »Volkswut und Volksrache«, die Textbehandlung – der Passionsbericht, sparsam erweitert um Zitate aus dem Alten Testament – changiert zwischen Gesang und Deklamation, wobei sich der Chor zwischen kollektiver Schlagkraft und chaotischer Vereinzelung der Stimmen bewegt. Es geht um das Verhältnis des Individuums zum Kollektiv – besonders prägnant etwa an einer Stelle, an der die Beteuerung von Petrus, Jesus gewiss nicht zu verleugnen, vom Chor übernommen wird. Das groß besetzte Schlagzeug setzt eindringliche, nie plakative Akzente.

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Der Hauptchor der Sing-Akademie, der Staats- und Domchor Berlin und die Kammersymphonie Berlin unter Kai-Uwe Jirka standen engagiert hinter der eindrücklichen, vom Komponisten sichtlich goutierten Uraufführung, an der auch die Solisten Julia Giebel, Annelie Sophie Müller, Volker Arndt, Nikoley Borchev und der Chorknabe Jonas Rogoll als Rezitator großen Anteil hatten. Das Aufführungsmaterial aus der handschriftlichen Partitur herzustellen, musste ebenfalls die Sing-Akademie bewerkstelligen – Aufgaben, die früher Verlage übernommen haben. Christfried Schmidt fand bei der Durchsicht nur einen einzigen Ton zu ändern – am Schluss. Dort steht jetzt anstatt einer Quint eine kleine Sext und lässt viele Fragen offen. »Vielleicht weil die Freiheit, die diese Musik den Gefangenen und Gebundenen verheißt, weiterhin ihrer Realisierung bedarf«, mutmaßt Christian Filips im Programmheft. »Die politischen Systeme mögen gewechselt haben. Aber dass die Geschichte der Passion nicht zu Ende erzählt ist: Darauf beharrt diese Markuspassion in jedem einzlenen Takt.«

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